Ein neues Herz für Oldenburg: Wenn Architektur zu Leben wird!
- 5. Juni
- 2 Min. Lesezeit
8 Jahre von der ersten Skizze bis zur feierlichen Eröffnung. Bei der gestrigen Pressekonferenz im Hüppesaal wurde spürbar, was hier entstanden ist: Ein offenes Haus für die gesamte Stadtgesellschaft.

Am Mittwoch war die offizielle Pressekonferenz zur Wiedereröffnung des Stadtmuseums. Wer im Hüppesaal saß, konnte es im ganzen Raum spüren: Hier liegt ein ganz besonderes Kribbeln in der Luft. Nach rund vier Jahren Bauzeit und insgesamt acht Jahren intensiver Arbeit von den allerersten Skizzen im Jahr 2018 an, öffnet das Neue Stadtmuseum am 6. und 7. Juni endlich seine Türen.
Für mich als federführenden Architekten des Entwurfs war das gestrige Presse-Statement ein bewegender Moment. Es war ein langer Weg mit unzähligen Herausforderungen. Doch besonders stolz macht uns im gesamten Team, dass wir all den weltweiten Krisen der letzten Jahre zum Trotz gemeinsam mit der Gruppe GME, die architektonische Vision aus unserem damaligen Wettbewerb von 2019 nahezu eins zu eins umsetzen konnten. — Dennes Janßen, jes architekten

Die perfekte Bühne für die Stadtgeschichte
Unser oberstes Ziel als Gestalter war es, uns zurückzunehmen. Die Architektur drängt sich nicht in den Vordergrund – sie versteht sich als hochfunktionale Bühne für das großartige, partizipative Museumskonzept von Steffen Wiegmann und seinem Team. Ob geschichtsträchtige Heidenwall-Hölzer oder emotionale Alltagsgegenstände wie ein Nirvana-Konzertticket von 1989 – die Räume geben diesen Geschichten den Platz, den sie verdienen.
Ein Haus, das atmet und kommuniziert
Schon beim Betreten über den neuen, großzügigen Vorplatz merkt man, dass dieses Gebäude sich nicht abschottet. Es öffnet sich durch die transparente Glasfassade niederschwellig zum Stadtraum. Während die helle Ziegelfassade draußen wie ein Sedimentgestein die Schichten der Stadtgeschichte würdigt, zieht im Inneren die skulpturale Freitreppe alle Blicke auf sich und leitet die Besucher ganz intuitiv nach oben. Und wer schließlich auf der neuen Besucherterrasse steht, dem liegt die gesamte Oldenburger Stadtkulisse zu Füßen.
Gemeinsam ans Ziel gebracht
Ein Projekt dieser Dimension ist niemals eine Einzelleistung. Die gestrige Pressekonferenz hat noch einmal gezeigt, wie wichtig das Ineinandergreifen aller Rädchen war: Während Dennes Janßen (jes architekten) die architektonische Leitidee lebendig machte, betonte Maja Marstaller (Partnerin, Gruppe GME Architekten BDA) die Bedeutung des Hauses als funktionale Plattform für den gesellschaftlichen Austausch.
Unser tiefster Dank gilt dem Bauherrn, der Stadt Oldenburg, dem gesamten Team des Stadtmuseums für die inspirierende Vision sowie allen Fachplanern und den fantastischen Handwerkern vor Ort, die diese Qualität bis zur letzten Fuge auf der Baustelle mit uns durchgetragen haben.
Am kommenden Wochenende (6. und 7. Juni) wird das Haus bei freiem Eintritt feierlich eröffnet. Kommt vorbei, lasst die Räume auf euch wirken und füllt dieses Haus mit Leben! Mehr unter Stadtmuseum Oldenburg Eröffnung und Tag der Architektur 2026

